Geschlechtskrankheiten
Ob eine Person mit einer Geschlechtskrankheit infiziert ist, sieht man ihr in den meisten Fällen nicht an. Viele angesteckte Menschen wissen sogar selbst nicht, dass sie bestimmte Erreger in sich tragen - und können durch ungeschützten Sex andere anstecken.
Liebe und Lust sind ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens. Gerade deshalb ist es wichtig zu wissen, welche Risiken durch Geschlechtsverkehr bestehen. Genau genommen gibt es zwei Arten der Erkrankung: Infektionen, die auf den Genitalbereich beschränkt sind (Geschlechtskrankheiten) und auf der anderen Seite Erreger, die sich nach Übertragung auf den ganzen Körper ausbreiten (sexuell übertragbare Krankheiten). Umgangssprachlich reden wir in beiden Fällen von Geschlechtskrankheiten. Im Englischen gibt es den Ausdruck STD: Sexually Transmitted Diseases.
Je früher eine Infektion bemerkt wird, um so leichter kann sie behandelt werden. Geschlechtskrankheiten sollte man daher auf keinen Fall runterspielen oder unterschätzen!
Wann sollte man unbedingt zum Arzt gehen?
• Wenn man ungeschützten Sex hatte und sich nicht sicher ist, ob man sich mit einer Geschlechtskrankheit angesteckt hat.
• Wenn eines oder mehrere der unten genannten Symptome auftritt.
• Um sich genaue Infos über Geschlechtskrankheiten und Safer Sex zu holen.
Eine Behandlung bzw. Therapie gegen eine bestimmte Krankheit sollte auch immer die Person machen, bei der man sich angesteckt hat!
Die folgende Kurzübersicht (alphabetisch geordnet) ist ein Überblick über die verschiedenen Geschlechtskrankheiten, ihre Symptome und wie die Krankheiten behandelt werden.
Ausführliche Informationen zu Hepatitis, Syphilis, Gonorrhö und Scheideninfektionen finden Sie hier in unserem Ratgeber.
Blasenentzündung (Zystitis)
Symptome: Häufiger Drang zum Wasser lassen. Dabei spürt man ein Brennen, hat Schmerzen oder Krämpfe.
Behandlungsmöglichkeiten: Bei einer Blasenentzündung sollte man viel trinken. Zusätzlich kann der Arzt Schmerzmittel oder Antibiotika (gegen die Bakterien, die die Blasenentzündung verursachen) verschreiben.
Chlamydien-Infektion
Symptome:Ein stark zunehmender Ausfluss bei Männern und bei Frauen. Bei Frauen ist der Ausfluss krümelig und juckt sehr. Von einer Chlamydien-Infektion können Frauen unfruchtbar werden.
Behandlungsmöglichkeiten: Chlamydien werden durch Bakterien ausgelöst. Gegen diese verschreibt der Arzt Antibiotika.
Feigwarzen
Symptome: Kleine Warzen, die Hahnenkämmen ähnlich sehen und an den äußeren Geschlechtsorganen (wie z.B. Penis, Hoden, innerhalb der Schamlippen) auftreten. Sie werden durch Papilloma-Viren ausgelöst. Diese Viren stehen in Verdacht, krebserregend zu sein.
Behandlungsmöglichkeiten: Feigwarzen werden hauptsächlich durch ungeschützten Sex übertragen. In ganz seltenen Fällen kann man sich aber auch z.B. durch das Benutzen eines verschmutzten Handtuchs anstecken. Die Feigwarzen selber können z.B. durch Salben, Laser, Vereisung oder operativ entfernt werden. Eine wichtige Maßnahme gegen Feigwarzen ist außerdem, das Immunsystem zu stärken. So kann der Körper Antikörper bilden und somit verhindern, dass neue Feigwarzen entstehen.
Gonorrhö (Tripper)
Symptome: Schmerzen beim Urinieren. Bei Frauen tritt ein gelb-grünlicher Ausfluss auf - bei Männern ein eitrig-schleimiger Ausfluss.
Behandlungsmöglichkeiten: Genau wie bei allen anderen Geschlechtskrankheiten muss beim Tripper sofort mit einer Behandlung begonnen werden! Da auch Tripper durch Bakterien verursacht wird, verschreibt der Arzt bestimmte Antibiotika.
Hepatitis B
Symptome: Hepatitis B ist eine Entzündung der Leber. Es kann durch ungeschützten Sex oder Blut übertragen werden. Häufige Symptome bei Hepatitis B sind z.B. Appetitlosigkeit, Gelenkschmerzen, Übelkeit und/oder Magen- Darmbeschwerden. Außerdem dunkelbrauner, schäumender Urin und eine Gelbfärbung der Augen und der Haut.
Behandlungsmöglichkeiten: Bei einer Behandlung durch den Arzt heilt Hepatitis B in den meisten Fällen innerhalb von 1-6 Monaten aus. Gegen Hepatitis B gibt es auch Schutzimpfungen.
Hepatitis C
Symptome: Genau wie Hepatitis B ist Hepatitis C eine Leberentzündung. Hepatitis C wird hauptsächlich durch Blut - aber auch durch ungeschützten Sex übertragen. Wenn man sich mit Hepatitis C angesteckt hat, fühlt man oft ein bisschen unwohl, aber ansonsten gesund. Nur manchmal kommen Symptome wie bei Hepatitis B dazu.
Behandlungsmöglichkeiten: Bei ca. der Hälfte aller Menschen, die sich mit Hepatitis C angesteckt haben, wird diese Erkrankung chronisch. In diesem Fall ist eine lebenslange Behandlung durch den Arzt nötig.
Herpes genitalis
Symptome: Herpes genitalis ist eine der am häufigsten übertragenen Geschlechtskrankheiten. Sie macht sich durch kleine Bläschen im Bereich der Genitalien bemerkbar, die brennen oder jucken.
Behandlungsmöglichkeiten: Herpes genitalis wird (wie jeder andere Herpes auch) durch Viren ausgelöst. Der Arzt verschreibt virushemmende Salben oder Tabletten.
Mykoplasmen
Symptome: Kopf- und Gliederschmerzen oder Schlappheit. Oft auch stark juckender Ausfluss, ausgelöst durch Bakterien.
Behandlungsmöglichkeiten: Gegen Mykoplasmen verordnet der Arzt eine Therapie mit Antibiotika.
Pilzinfektion der äußeren Geschlechtsorgane
Symptome: Mit einem Pilz kann man sich durch ungeschützten Geschlechtsverkehr, aber auch durch das gemeinsame Benutzen von z.B. Handtüchern eines Betroffenen anstecken. Zu den häufigsten Symptomen gehören Brennen, Jucken, Rötungen und Schwellungen der äußeren Geschlechtsorgane.
Behandlungsmöglichkeiten: Gegen Pilze verschreibt der Arzt verschiedene Medikamente wie z.B. Zäpfchen, Cremes oder bestimmte Tabletten.
Syphilis (Harter Schanker)
Symptome: Syphilis ist eine Krankheit, die wieder stark verbreitet ist! Bei Frauen kommt es nach einer Ansteckung zu einem kleinen Geschwür an den Schamlippen, bei Männern tritt dieses an der Eichel auf. Außerdem schwellen die Lymphknoten in der Leistengegend an und es kann zu Veränderungen der Haut kommen.
Behandlungsmöglichkeiten: Da Syphilis durch Bakterien ausgelöst wird, verordnet der Arzt dagegen Antibiotika oder Penicillin. Bleibt eine Syphilis unbehandelt, kann es zu schweren gesundheitlichen Schäden - manchmal sogar mit tödlichem Ausgang - kommen!
Ulcus molle (Weicher Schanker)
Symptome: Anschwellen der Lymphknoten in der Leistengegend. Außerdem bilden sich kleine Geschwüre und Eiteransammlungen, die schmerzen.
Behandlungsmöglichkeiten: Auch diese Geschlechtskrankheit wird mit bestimmten Antibiotika behandelt.
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Liebe und Lust sind ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens. Gerade deshalb ist es wichtig zu wissen, welche Risiken durch Geschlechtsverkehr bestehen. Genau genommen gibt es zwei Arten der Erkrankung: Infektionen, die auf den Genitalbereich beschränkt sind (Geschlechtskrankheiten) und auf der anderen Seite Erreger, die sich nach Übertragung auf den ganzen Körper ausbreiten (sexuell übertragbare Krankheiten). Umgangssprachlich reden wir in beiden Fällen von Geschlechtskrankheiten. Im Englischen gibt es den Ausdruck STD: Sexually Transmitted Diseases.
Die Übertragung findet durch sexuelle Kontakte statt, sowohl durch vaginalen Sex als auch durch Oral- oder Analsex, teilweise sogar durch Küssen und Petting (Schmierinfektion). Und an manchen Krankheiten, wie z.B. dem HIV-Virus oder der Syphilis, kann man immer noch sterben. Aus diesem Grund:
„Save your life with Safer Sex! Kondome schützen!"
Je früher eine Infektion bemerkt wird, um so leichter kann sie behandelt werden. Geschlechtskrankheiten sollte man daher auf keinen Fall runterspielen oder unterschätzen!
Wann sollte man unbedingt zum Arzt gehen?
• Wenn man ungeschützten Sex hatte und sich nicht sicher ist, ob man sich mit einer Geschlechtskrankheit angesteckt hat.
• Wenn eines oder mehrere der unten genannten Symptome auftritt.
• Um sich genaue Infos über Geschlechtskrankheiten und Safer Sex zu holen.
Eine Behandlung bzw. Therapie gegen eine bestimmte Krankheit sollte auch immer die Person machen, bei der man sich angesteckt hat!
Die folgende Kurzübersicht (alphabetisch geordnet) ist ein Überblick über die verschiedenen Geschlechtskrankheiten, ihre Symptome und wie die Krankheiten behandelt werden.
Ausführliche Informationen zu Hepatitis, Syphilis, Gonorrhö und Scheideninfektionen finden Sie hier in unserem Ratgeber.
Blasenentzündung (Zystitis)
Symptome: Häufiger Drang zum Wasser lassen. Dabei spürt man ein Brennen, hat Schmerzen oder Krämpfe.
Behandlungsmöglichkeiten: Bei einer Blasenentzündung sollte man viel trinken. Zusätzlich kann der Arzt Schmerzmittel oder Antibiotika (gegen die Bakterien, die die Blasenentzündung verursachen) verschreiben.
Chlamydien-Infektion
Symptome:Ein stark zunehmender Ausfluss bei Männern und bei Frauen. Bei Frauen ist der Ausfluss krümelig und juckt sehr. Von einer Chlamydien-Infektion können Frauen unfruchtbar werden.
Behandlungsmöglichkeiten: Chlamydien werden durch Bakterien ausgelöst. Gegen diese verschreibt der Arzt Antibiotika.
Feigwarzen
Symptome: Kleine Warzen, die Hahnenkämmen ähnlich sehen und an den äußeren Geschlechtsorganen (wie z.B. Penis, Hoden, innerhalb der Schamlippen) auftreten. Sie werden durch Papilloma-Viren ausgelöst. Diese Viren stehen in Verdacht, krebserregend zu sein.
Behandlungsmöglichkeiten: Feigwarzen werden hauptsächlich durch ungeschützten Sex übertragen. In ganz seltenen Fällen kann man sich aber auch z.B. durch das Benutzen eines verschmutzten Handtuchs anstecken. Die Feigwarzen selber können z.B. durch Salben, Laser, Vereisung oder operativ entfernt werden. Eine wichtige Maßnahme gegen Feigwarzen ist außerdem, das Immunsystem zu stärken. So kann der Körper Antikörper bilden und somit verhindern, dass neue Feigwarzen entstehen.
Gonorrhö (Tripper)
Symptome: Schmerzen beim Urinieren. Bei Frauen tritt ein gelb-grünlicher Ausfluss auf - bei Männern ein eitrig-schleimiger Ausfluss.
Behandlungsmöglichkeiten: Genau wie bei allen anderen Geschlechtskrankheiten muss beim Tripper sofort mit einer Behandlung begonnen werden! Da auch Tripper durch Bakterien verursacht wird, verschreibt der Arzt bestimmte Antibiotika.
Hepatitis B
Symptome: Hepatitis B ist eine Entzündung der Leber. Es kann durch ungeschützten Sex oder Blut übertragen werden. Häufige Symptome bei Hepatitis B sind z.B. Appetitlosigkeit, Gelenkschmerzen, Übelkeit und/oder Magen- Darmbeschwerden. Außerdem dunkelbrauner, schäumender Urin und eine Gelbfärbung der Augen und der Haut.
Behandlungsmöglichkeiten: Bei einer Behandlung durch den Arzt heilt Hepatitis B in den meisten Fällen innerhalb von 1-6 Monaten aus. Gegen Hepatitis B gibt es auch Schutzimpfungen.
Hepatitis C
Symptome: Genau wie Hepatitis B ist Hepatitis C eine Leberentzündung. Hepatitis C wird hauptsächlich durch Blut - aber auch durch ungeschützten Sex übertragen. Wenn man sich mit Hepatitis C angesteckt hat, fühlt man oft ein bisschen unwohl, aber ansonsten gesund. Nur manchmal kommen Symptome wie bei Hepatitis B dazu.
Behandlungsmöglichkeiten: Bei ca. der Hälfte aller Menschen, die sich mit Hepatitis C angesteckt haben, wird diese Erkrankung chronisch. In diesem Fall ist eine lebenslange Behandlung durch den Arzt nötig.
Herpes genitalis
Symptome: Herpes genitalis ist eine der am häufigsten übertragenen Geschlechtskrankheiten. Sie macht sich durch kleine Bläschen im Bereich der Genitalien bemerkbar, die brennen oder jucken.
Behandlungsmöglichkeiten: Herpes genitalis wird (wie jeder andere Herpes auch) durch Viren ausgelöst. Der Arzt verschreibt virushemmende Salben oder Tabletten.
Mykoplasmen
Symptome: Kopf- und Gliederschmerzen oder Schlappheit. Oft auch stark juckender Ausfluss, ausgelöst durch Bakterien.
Behandlungsmöglichkeiten: Gegen Mykoplasmen verordnet der Arzt eine Therapie mit Antibiotika.
Pilzinfektion der äußeren Geschlechtsorgane
Symptome: Mit einem Pilz kann man sich durch ungeschützten Geschlechtsverkehr, aber auch durch das gemeinsame Benutzen von z.B. Handtüchern eines Betroffenen anstecken. Zu den häufigsten Symptomen gehören Brennen, Jucken, Rötungen und Schwellungen der äußeren Geschlechtsorgane.
Behandlungsmöglichkeiten: Gegen Pilze verschreibt der Arzt verschiedene Medikamente wie z.B. Zäpfchen, Cremes oder bestimmte Tabletten.
Syphilis (Harter Schanker)
Symptome: Syphilis ist eine Krankheit, die wieder stark verbreitet ist! Bei Frauen kommt es nach einer Ansteckung zu einem kleinen Geschwür an den Schamlippen, bei Männern tritt dieses an der Eichel auf. Außerdem schwellen die Lymphknoten in der Leistengegend an und es kann zu Veränderungen der Haut kommen.
Behandlungsmöglichkeiten: Da Syphilis durch Bakterien ausgelöst wird, verordnet der Arzt dagegen Antibiotika oder Penicillin. Bleibt eine Syphilis unbehandelt, kann es zu schweren gesundheitlichen Schäden - manchmal sogar mit tödlichem Ausgang - kommen!
Ulcus molle (Weicher Schanker)
Symptome: Anschwellen der Lymphknoten in der Leistengegend. Außerdem bilden sich kleine Geschwüre und Eiteransammlungen, die schmerzen.
Behandlungsmöglichkeiten: Auch diese Geschlechtskrankheit wird mit bestimmten Antibiotika behandelt.
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